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13 Zugänge auf dem Sportinternat: Junge Talente aus fünf Sportarten gehen ihren neuen Weg

Eingang Sportinternat Münster

Keineswegs in jedem Jahr fällt das große erste „Hallo“ so vielfältig und zahlreich aus wie im Sommer 2023. Acht Volleyballerinnen, zwei Basketballer, je ein Fußballer und Schwimmer sowie eine Boxsportlerin sind neu eingezogen an der Salzmannstraße und bereichern fortan das Sportinternat Münster. Sie alle schlagen voller Überzeugung ihren neuen Weg ein.

Und haben zum Teil einen weiten schon hinter sich, rechnet man den nur in Entfernungskilometern. Korbjäger Viktor Jonas Ludviksson etwa kommt aus Island nach Münster zum UBC und will die deutsche Variante des schnellen Sport kennenlernen, der nicht zuletzt seit dem Aufstieg der ersten Männermannschaft in die 2. Bundesliga ProA und längst auch dank ausgezeichneter Jugendarbeit und Teams in den höchstmöglichen Ligen einen enormen Zulauf registriert.

Neben dem 17-jährigen „Power Forward“ nimmt Aufbauspieler Thore Dilschmann von den Itzehoe Eagles (Jugend und ProB Nord) seinen zweiten Anlauf in der Unistadt. Im Vorjahr wurde er jäh ausgebremst von einer im Testspiel erlittenen folgenschweren Blessur und trat wieder seinen Heimweg an, kaum hatte er im Internat ein Zimmer bezogen.

Schwimmer Nummer zwei  

Zu Falk Lömke gesellt sich mit Jan Seelert ein zweiter Schwimmer der SGS Münster. Der in Mönchengladbach geborene 14-Jährige gewann in 2022 für sich und Bayer Uerdingen bei den deutschen Jugendmeisterschaften Silber über 100 Meter Schmetterling und Bronze in derselben Disziplin über 200 Meter.

Fußballer Lukas Herb wechselte von den Sportfreunden Siegen kommend zu den A-Junioren des  SC Preußen Münster. Der Mittelfeldspieler aus dem Jahrgang 2005 wird an der Fachhochschule den den Bachelorstudiengang Immobilien- und Facility Management (IFM) aufnehmen. In der Westfalenauswahl war Lukas dem Preußentrainer Tobias Harink aufgefallen, der zur gerade aufgenommenen Spielzeit einen Kader zusammengestellt hat, der die Rückkehr in die U-19-Bundesliga realisieren kann.

Lea Sophie Löwen (Jahrgang 2008) schließt sich dem Boxzentrum Münster an und steht noch ganz am Anfang ihrer Karriere.

Tipps von der Schwester

Traditionell sind die in der Szene längst aufgefallenen Volleyballerinnen stark vertreten in Münster, weil der Bundesstützpunkt-Standort in Verbindung mit dem VC Olympia Münster, der NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium und eben dem Internat die wertvolle Kombination von Sport und Lernen bieten kann.

Dass die Zwillinge Helena Klemm und Frida Klemm, die das Goethe-Gymnasium Dortmund besucht haben und für den TV Hörde als WVV-Auswahlspielerinnen im Einsatz waren, das Internat bereits kannten, liegt auch an ihrer Schwester Carlotta, die bis Mitte 2020 hier lebte. Im ersten sportlichen Jahr wollen Helena und Frida für den Heimatclub und den BSV Ostbevern II in den Wettbewerb gehen, während sie beim VCO Münster von Coach Marc d’Andrea und seinem Staff trainiert werden.

Erste Länderspiele absolviert

Mittelblockerin Carlotta Grun steht zunächst noch in Reihen ihres Clubs Telekom Post SV Bielefeld, gehört zur westdeutschen Auswahl und spielte bereits für die deutsche U-17-Nationalmannschaft. Lena Schultze vom VC Eintracht Mendig hat ebenfalls erste Länderspiele dieses Jahrgangs im Außenangriff bestritten. Von der Zuspielerposition in den Außenangriff wechseln will Sunna Milz, die mit dem TV Eiche Horn Bremen bereits Drittligaerfahrung sammelte und zuletzt für den BTS Neustadt spielte.

Diane Seybering war Mittelblockerin beim FC 47 Leschede in Emsbüren/Niedersachsen und stand ebenfalls schon in der deutschen U-17-Auswahl. Anna Lüeße (Jg. 2006) besuchte bereits drei Jahre lang das Internat in Hamburg und war als Diagonalspielerin für die VG WiWa Hamburg aktiv. Sie wird gleich für das VCO-Zweitligateam spielen.

Vom Bodensee an den Aasee

In ihrer Heimat fanden es manche ungewöhnlicher als sie selbst, dass sie nach Münster wechselte: Emma Tischer (Jg. 2008) kommt vom rund 600 km entfernten Friedrichshafen am Bodensee und hat für den VfB Friedrichshafen, den TSV Mimmenhausen in Salem sowie die Baden-Württemberg-Auswahl gespielt. Für den Volleyball begeistern konnte sie ihr Vater Simon Tischer.

Als Emma seinerzeit einen Lehrgang in Kienbaum bestritt, entstand über  Marc d’Andrea der Kontakt nach Münster und zu den sich hier bietenden Chancen. Vor Ort schaute sich die künftige Zuspielerin wie fast alle anderen Kandidatinnen um. Und urteilte selbst.

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