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Nach zehn Jahren ist Schluss mit der Begleitung der Kids: Sophia Spielbrink geht neue Wege

Ruth Funk (l.), Sophia Spielbrink

Mit dem Abschluss des Schuljahres 2020/21 endete im Sportinternat Münster nicht nur die Zeit derjenigen, die diesen Lebensabschnitt beschließen und ihre Zimmer freimachen für die nächste Generation. Verabschiedet wurde auch die gebürtige Münsteranerin Sophia Spielbrink, die aus eigenem Entschluss heraus aus dem Betreuungsteam ausscheidet. Um nach rund zehn Jahren ein neues Kapitel ihres (Berufs-)Lebens aufzuschlagen.

Unser Bild: Ruth Funk (l.) und Sophia Spielbrink, rund zehn Jahre Seite an Seite in der Verantwortung

„Deshalb fällt es mir auch doppelt schwer, heute hier zu stehen“, sagte Internatsleiterin Ruth Funk bei der Verabschiedung, die mit ihrer Kollegin „so unendlich viele Erinnerungen“ teilt, weil Sophia Spielbrink den Standort Salzmannstraße von Anfang an mitgeprägt hat. Also seit 2010 und dem erfolgten Umzug von der DJK-Sportschule in den Trakt des Lettischen Centrums. Anfang 2017 nahm Sophia Spielbrink eine berufliche Auszeit und ging auf Reisen. Zum 1. November 2017 stieg sie auf einer 30-Stunden-Stelle wieder ein. Und alle freuten sich.

Der andere Blick

„Dass ich jetzt noch das Abi-Team betreuen durfte, rundet meine Zeit sehr schön ab“, sagte die 41-Jährige, die über ihre Schwester Barbara Kontakt zum Internatsgeschehen bekam. Die Gestaltungstechnische Assistentin, die im Anschluss an diese Ausbildung im niedersächsischen Hannoversch Münden eine Ausbildung zur Ergotherapeutin absolvierte, kam gar nicht aus dem Leistungssport. „Aber genau das fand Ruth damals gut!“, erinnert sie sich. Passten doch ihr Typ und ihre Talente in die Philosophie des Internats, das den jungen Menschen ganzheitlich betrachtet. „So wurde ich zur Ansprechpartnerin für alles, was außerhalb des Sports wichtig ist.“

Sophia Spielbrink

Gestalten will Sophia Spielbrink schon aus ihrem inneren Antrieb heraus. Zunächst galt das auch ganz praktisch, denn im Lettischen Centrum waren die Räume leer, bevor die Kids kamen. Es galt, mit Geschick und Gefühl eine neue (Übergangs-)Heimat für Heranwachsende zu erstellen. In der neuen Umgebung wirkte sie wie ein ruhender Pol in der Alltagshektik.

„Ich sehe mich als Begleiterin“

Nichts lag ihr ferner, als „den Kids zu sagen, was sie tun sollen. Ich wollte sie immer so stärken, dass sie selbst entscheiden.“ Anfangs sei „der familiäre Charakter im Internat“ ein sehr ausgeprägter gewesen. „Die um sich greifende Professionalisierung hat auch unsere Einrichtung erfasst.“ Womöglich ein Zug der Zeit.

Den engen Bezug zu den jungen Persönlichkeiten schätzte sie sehr. „Es macht Freude, deren Entwicklungen in einer aufregenden Lebensphase zu begleiten und ganz nahe dran zu sein. Die enorme Energie der jungen Menschen ist inspirierend und zugleich herausfordernd.“ Ein Einsatz in einer solchen Einrichtung heißt immer auch, flexibel und erreichbar zu sein.

„Teil des Projekts“

„Sophia war Teil des Projekts, das wir gestartet haben“, sagte Ruth Funk. „Sie war immer absolut loyal und hat uns zugleich immer gefordert. Am liebsten wäre mir, sie nicht verabschieden zu müssen. Ich kann nur danke sagen und mir wünschen, dass du uns in deinem Herzen mitnimmst.“

Uwe Peppenhorst dankte als 2. Vorsitzender des Internatsträgers – Verein zur Förderung des Leistungssports in Münster – der Dauerbrennerin: „Sie stehen für Elan und ein Engagement mit Herzblut – alle wissen, was das Sportinternat an ihnen hat. Hier stehen die Türen immer offen für sie. Wenn sie also irgendwann zurück kommen wollen...“

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