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Internatlerinnen strukturieren jetzt daheim ihren Alltag neu: In der Auszeit – und vor dem Abi?

Home-Office 2020

Wo man hinhört in diesen Zeiten, bekommt man oft die eine Antwort: „Wir müssen das Beste daraus machen!“ Leicht gesagt, schwer umzusetzen. Nach dem abrupten Lockdown und den verhängten Maßnahmen in der Corona-Krise ist wenig geblieben vom gewöhnlichen Alltag. Wie berichtet schloss das Sportinternat Münster am 13. März seine Türen, stellte den Betrieb vorläufig ein und schickte alle Schülerinnen und Schüler heim. Manche haben uns geschrieben, wie es ihnen nun ergeht.

Die zuletzt im Volleyball-Spielbetrieb für den VC Olympia Münster in der 3. Liga aktiven Internatlerinnen wurden wie viele andere vorzeitig mit dem Saisonschluss konfrontiert. „Gerade für uns Abiturientinnen war das besonders bitter, keinen richtigen Abschied bekommen zu können“, sagt Teamkapitänin Lynn Kosina, die seit 2017 im Internat lebt und nach dem Sommer einen neuen Lebensabschnitt beginnt.

Quintett vor dem Abi?

Gemeinsam mit den Mitspielerinnen und Internats-Mitbewohnerinnen Fiona Baker, Kristi Kubesova, Carlotta Klemm und Marianna Sharafutdinova steht die 18-Jährige vor den Abi-Prüfungen an der NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium – wobei noch nicht gesichert ist, dass der Jahrgang auch Abi-Prüfungen absolvieren wird. Ob der Plan der zuständigen Stellen, ab dem 12. Mai am Lernort die Aufgaben auszulegen, umgesetzt werden kann, ist offen.

„Wir müssen mit allem rechnen, aber dieser Zustand wirkt wie ein großes Fragezeichen“, sagt Lynn Kosina ehrlich. Und weiß zugleich, in der Pflicht zu stehen und lernen zu müssen. „Ich muss ein großes Lob an die Schule geben. Jeder Lehrer setzt sich momentan intensiv in das IServ-Programm rein und versucht, uns online mit ausreichenden Materialien zu versorgen.“ Technische Probleme mit dem Schulserver gilt es zu tolerieren. So gut es geht eben.

„...kann man sich jetzt abschminken...“

„Ich muss gestehen, dass mich das doch etwas bedrückt, dass unsere Mottowoche und die letzten Tage in der Schule ausfallen mussten. Nun steht natürlich auch der Abi-Ball auf der Kippe … und all das, worauf man sich gefreut hat, kann man sich jetzt leider abschminken“, sagt Lynn Kosina stellvertretend für viele.

Auch Carlotta Klemm trotzt dem – im Vergleich zum extrem durchgetakteten Leben zwischen Schule und Sport – „bisschen eintönigen Alltag“. Sport mit den Schwestern im Garten und Kochen für alle stehen an. Jede Einzelne strukturiert ihren Tag etwas anders.

Sportliches Home-Office

Ein sportliches Daheim-Programm hat VCO-Coach Justin Wolff allen geschickt. Es beinhaltet Pflichtteile und bietet mit einer „Challenge“, in der Technik, Geschick und Ausdauer gefordert sind,  sogar aktive Unterhaltung. Es gibt Theorieunterricht via Skype und die Möglichkeit, die Sportpsychologinnen zu kontaktieren.

Lynn Kosina hat es in Schwerte nicht weit bis zur Ruhr und geht oft spazieren. Ihr jüngerer Bruder hält sie zudem auf Trab. „Die Familie fängt einen toll auf, ganz sicher!“

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