Volleyballerinnen sind stolz: Quartett aus dem Internat belohnt sich mit DM-Silber

Der Westdeutsche Meister ist auch national eine Marke: Mit vier Volleyballerinnen aus dem Sportinternat im zwölfköpfigen Kader gewann die U-20-Jugendmannschaft des USC Münster in Sonthofen die Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften. Nur ein Gegner war stärker.

Im Finale nämlich setzten sich die Stützpunktspielerinnen aus Schwerin mit 2:0 durch, wobei die Sätze (23:25 und 20:25 aus USC-Sicht) umkämpft waren. Diese Niederlage war die einzige für die münsterische Mannschaft, die „Bene“ Frank coachte. Der Hauptamtliche des Clubs sagte: „Die Mädels können sehr stolz auf sich sein. Wir sind sehr glücklich mit Silber, auch wenn mit etwas mehr Glück und Selbstvertrauen auch Gold möglich gewesen wäre.“

Aus dem Internat spielten Zuspielerin Malin Schäfer, die Diagonalspielerinnen Bernice Andoh und Hanna Orthmann sowie Außenangreiferin Kristin vom Schemm – und Pia Leweling, die 2015 das Internat nach dem Abi verließ – mit. Alle durften im Allgäu auch auf Unterstützung von den Rängen bauen. Denn alleine 20 Mütter und Väter traten die 700-km-Anfahrt an.

Namhafte Gegner

Für den USC Münster war dieses Silber die vierte Medaille seit 2001. Den Kader begleitete auch Bundesliga-Libera Linda Dörendahl als Co-Trainerin.

Der USC, der noch vor Ort einige angeschlagene Akteurinnen behandeln ließ, zog souverän durch die Vorrunde mit 2:0-Siegen über den 1. VC Parchim, das VT Villingen und den FTSV Straubing. Hanna Orthmann wurde anfangs noch geschont. Im Viertelfinale stand mit dem Dresdner SC ein Mitfavorit auf der anderen Seite. Der USC verspielte eine 23:17-Führung zum 23:25, kam aber stark zurück ins Match. Mit 25:19 sowie 15:9 im Tiebreak wurde das Halbfinale gebucht.

Ein „ein Kampf- und Emotionsspiel“ sah Frank dann gegen den MTV Stuttgart. Münster entwickelte die richtigen Tugenden beim knappen 2:0 (25:23, 25:22). Die Anstrengung der DM gipfelte dann im Endspiel. Schwerin profitierte in spannenden Phasen von seinem starken Block.  Und war vielleicht „bisschen homogener“, wie Frank wertete. Alles in allem aber fiel das Fazit ausgesprochen positiv aus.

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