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Tempo-Wechsel: Preußenspieler Marko Dedovic musste sich schnell entscheiden

Marko Dedovic, SC Preußen Münster U19

Der 1,89 m große Torwart war in diesem Sommer ganz vorne, was das Tempo beim Wechsel von Stadt und Verein anging: Neu ins Sportinternat zog jetzt Marko Dedovic, Jahrgang 1997 und vom SC Preußen Münster für die Bundesliga-U19 verpflichtet. „Ich musste mich ziemlich schnell kümmern“, erzählte der Deutsch-Serbe von der kurzfristigen Karriere-Wendung.

Werder Bremen nämlich äußerte sich vergleichsweise spät zur Zukunft seines Talents und beschied dem Kicker und dessen Eltern, nicht mehr mit dem zehnmal in der Bundesliga-U17 eingesetzten Youngster zu planen. Zumal die Macher an der Weser FC Bayern Münchens Talent Raif Husic bis 2017 verpflichteten, war eine Stelle im A-Juniorenkader besetzt.

„Ich habe vom Club noch einen Berater zur Seite gestellt bekommen. Und der hat sich gekümmert“, beschreibt Marko den Kontakt nach Münster, wo A-Juniorentrainer Cihan Tasdelen auf der Suche nach einem dritten Torwart war. Marko reiste nach Hennef ins Trainingslager der Adlerträger und lebte für eine verlängerte „Schnupperwoche“ an der Salzmannstraße. „Mir hat es direkt gefallen. Meine Eltern überließen mir die Entscheidung.“

Achtjähriger Feldspieler wechselt ins Tor

Vater und Mutter stammen aus dem serbischen Valjevo, der Sohnemann kam bereits in Deutschland zur Welt und ist ein gebürtiger Wilhelmshavener. Nach dem Umzug nach Stuhr nahe Bremen spielte Marko im Feld Fußball, nach dem Umzug nach Delmenhorst – dort betreiben seine Eltern das Restaurant Jahn-Stuben – schloss er sich dem TV Jahn an und stand bei irgendeinem Trainingsspiel plötzlich im Kasten. „Ich war nicht so schlecht“, erinnert er sich an die Anfänge eines Achtjährigen. Weil es in Großenkneten unweit von Delmenhorst einen routinierten Torwarttrainer gibt, nahm Marko diese professionelle Hilfe in Anspruch. „Jörg Butt wurde damals auch von Eckart Paradies entdeckt. Ich habe zehn Jahre lang bei seinem Sohn Marian trainiert.“

Das Rüstzeug hatte Marko also, da blieb es nicht aus, dass die Werder-Scouts den Keeper des TV Jahn entdeckten, zumal der auch im DFB-Stützpunkt trainierte. 2011 schloss sich Marko dem Rauenclub an. Als U15-Schnapper lernte er vor allem, in der U16 (Regionalliga) war er die klare Nummer eins. In der U17 gab es ein Wechselspiel zwischen den Pfosten. Im Dezember 2013 gab er sein Debüt für die serbische U17-Nationalmannschaft und hielt im 45-minütigen Einsatz gegen Kroatien (0:0) alles, was es zu halten gab. Illusionen über eine nächste Berufung macht sich Marko kaum. „Die Nummer eins in meinem Jahrgang ist Vanja Milinkovic, den hat Manchester United gerade verpflichtet.“

In Münster und mit dem SC Preußen will der neue Elftklässler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Kinderhaus, das auch seine Internatsmitbewohner und SCP-Teamkollegen Christoph Gorkow, Luca Zarmutek und Maximilian Wüst besuchen, den nächsten Schritt gehen. „Mit dem Team die Liga halten und dann erster Torwart werden“, nennt Marko auf Anhieb seine sportlichen Ziele.

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