Richtige Ernährung für Sportler, ganz konkret: FH-Studierende führten Projekt im Internat durch

Projekt Ernährung 2018

Tagtäglich wird gegessen. Oftmals bleibt der Blick auf das, was wir zu uns nehmen, ein beiläufiger. Ein Angebot, das zu ändern und bewusster mit dem extrem wichtigen Thema umgehen zu können, machten Studierende der Fachhochschule Münster den Sportinternatlern. Viermal rücken sie jeweils montags an und stellten in Theorie und Praxis verschiedene Bereiche rund um die Ernährung in den Fokus.

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Melanie Schumacher, Master of Science (M.Sc.) am Fachbereich Oecotrophologie ● Facility Management, bot Masterstudenten dieses Projekt an, das im Studiengang „Ernährung und Gesundheit“ angesiedelt ist und hierin im Wahlpflichtfach „Ernährung im Sport“ ausgesucht werden konnte. Eine 14-köpfige Gruppe ließ sich auf die zeitintensive Maßnahme ein, die für sie zugleich als Prüfungsleistung gewertet wurde.

Interesse und Bedarf

Melanie Schumacher stellte den Kontakt zunächst zu Ulrich Vetter her, der als Teilbereichsleiter des Olympiastützpunktes Westfalen in Warendorf zuständig ist. Vetter stellte den Kontakt zur Salzmannstraße her. Die weitere inhaltliche Planung klärte Melanie Schumacher mit der Internatsleiterin Ruth Funk. Die zeigte großes Interesse und Handlungsbedarf, daher integrierten sie und ihr Team das Projekt in die vollgepackten Wochen.  

Der Plan des Projekts war, Ernährungsempfehlungen für Sportler zu geben – also ein ganz konkreter Ansatz, der umzusetzen ist auch von jungen Menschen, die sich dem Leistungssport verschrieben haben und dessen Anforderungen im normalen Schulalltag gerecht werden müssen. „Wir haben hier zunächst in Gesprächen jene Portion Skepsis abgebaut, die uns als eine Gruppe sah, der es allein um das Abnehmen geht“, erklärte Melanie Schumacher die Herangehensweise.

Projekt Ernährung

Themen und Gruppen

In der Kick-off-veranstaltung wurde für alle Sportler das Thema „Ernährung im Sport“ und „Immunsystem, Sport und Ernährung“ vorgestellt und gemeinsam ein „Immunbooster-Shake“ hergestellt. In den nächsten beiden Einheiten haben die Internatler sich in verschiedenen Gruppen  mit Themenbereichen wie „Gewicht machen“, „Ernährung im Wettkampf“ oder „Low-Carb-Ernährung“ (Kohlenhydratminimierung) auseinandergesetzt.

Die Studierenden, die vorab sogar in Trainingseinheiten hospitierten und Einblicke in die sportlichen Anforderungen sammelten, führten in der ersten Einheit jeweils in diese Aspekte ein, bevor es an die praktische Umsetzung ging. Melanie Schumacher: „Wir zeigen auf, welche Vorteile es hat, wenn man das Essen selbermacht.“ In der zweiten Einheit ging es speziell um das Thema Supplemente im Sport, z.B. Eiweißshakes, Kohlenhydratriegel, Low-Carb-Produkte usw.

Gemeinsam etwas zubereiten

Der Wert einer Zwischenmahlzeit wurde klar, die Bedeutung der Zutatenliste, die Beurteilung von Trends im Bereich Low Carb ermöglicht. Dass die gemeinsame Zubereitung von selbstgemachten Eiweißshakes oder Kohlenhydratriegeln auf größtes Interesse stieß, ist schnell nachvollziehbar.

Die FH-Studierenden checkten auch die Verpflegungssituation der Sportler. So kamen sie zum Frühstück und Abendessen in das Internat und nutzten mittags das Angebot der Mitarbeiterkantine des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe, die die Internatler aufsuchen. „Wir konnten danach Tipps geben, was das Essen dort beinhaltet und wer welche Mahlzeit zu sich nehmen soll. Auch das kann jeder dort zum Teil selbst entscheiden“, beschrieb Melanie Schumacher einen weiteren praktischen Nutzen des Projekts.

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