Rekordanzahl: Zehn Internats-Volleyballerinnen nehmen die Schul-WM in Angriff

Volleyball

Über Holland nach Tschechien geht es für zehn Internatlerinnen, sozusagen. Vor der Teilnahme an der Schul-Weltmeisterschaft im Volleyball ab dem 2. Juni in der tschechischen Universitätsstadt Brünn steht für die Auswahl der NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium am Feiertag 31. Mai noch ein Testspiel in Almelo an – bei niederländischen Gastgeberinnen, die dito zur WM reisen.

Im Zwölferkader der beiden Trainer – und Lehrer – Marvin Mallach und Niels Westphal sind gleich zehn Sportinternatsbewohnerinnen aufgeführt, an der Spitze die beiden Erstligaspielerinnen des USC Münster, Lina Alsmeier und Luisa Keller. Lilian Engemann, Marianna Sharafutdinova, Carlotta Klemm, Picabo Reinhold, Katharina Haferkamp, Julia Jaeger, Antonia Schmücker und  Noa Linn Brach leben dito an der Salzmannstraße. Eine solche Präsenz des Internats in einer Mannschaft dürfte es zuvor noch nie gegeben haben. Ulrike Feldkamp sowie Luisa Beining komplettieren das Aufgebot. Physiotherapeutin Nadine Rensing vom Zentrum für Sportmedizin Münster (ZfS), im Einsatz auch für die USC-Volleyballerinnen, reist mit.

Team Schul-WM 2018

Qualifizierte spielen mit

Im Gegensatz zu früheren Jahren sind nun auch jene Spielerinnen einsetzbar, die die Qualifikation auch wirklich erreicht haben. Im Vorjahr nämlich holte sich eine Pascal-Mannschaft als Gewinner des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ (JTFO) das Ticket für die alle zwei Jahre unter der Regie der International School Sport Federation (ISF) steigenden Schul-WM.

„Das ist sehr schön gerade für diejenigen, die jetzt nach dem Abi das Pascal verlassen werden“, wertet Mallach, der Co-Trainer des Erstligisten USC Münster und erfolgreiche Coach der Nachwuchsmannschaften. Sein Mitstreiter Westphal war 2012 bereits bei der letzten WM-Teilnahme einer Pascal-Auswahl dabei, die unter 30 Nationen Rang acht belegte.

Als Team Deutschland und mit den entsprechenden Logos und Flaggen bedruckten Trikots sind die münsterischen Schülerinnen am Start. Und spielen ab dem 4. Juni voraussichtlich täglich. In der Gruppe C geht es gegen Polen und Estland. Hong Kong sagte kurzfristig ab – schon ein Sieg wird mithin den Sprung in die K.o-Runde bringen. Alle Plätze werden ausgespielt.

Mit dem Flieger nach Wien

„In der Regel ist es so, dass die großen Volleyballnationen auch auf dieser Ebene dominieren“, so Mallach, dessen Kader „mega großen Bock“ auf das Turnier habe. Obschon viele Nominierte zuletzt wiederholt gefordert waren, sei es für die Schule oder ihre Clubs bei Nachwuchstitelkämpfen, ist die Motivation hoch. „Wir haben die Belastung sehr genau gesteuert und zum Beispiel in den Pfingstferien gar nichts gemacht“, erklärt Mallach.

Zum WM-Spielort geht es via Düsseldorf per Flieger nach Wien und von dortaus weiter mit dem Zug. Vielleicht wird die Rückreise mit mehr Gepäck angetreten. Ein paar Medaillen sollten in die Taschen passen.

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