Mitgliederversammlung: Internats-Träger auf vielen Ebenen gefordert und erfolgreich

Peppenhorst, Reismann, Bochnia (v.l.)

Sieben Neuzugänge sind zum Schuljahr 2017/18 fix im Sportinternat Münster, das möglicherweise nach den großen Ferien sogar auch die Vollbelegung melden kann. Das sagte mit Karin Reismann die Vorsitzende des Trägervereins, der in den Räumlichkeiten der LVM Versicherung die Mitgliederversammlung durchführte. Finanziell ist dank größter Anstrengungen alles im Lot.

Der Verein zur Förderung des Leistungssports in Münster begrüßte 24 stimmberechtigte Mitglieder sowie Gäste zum Treffen, in dem Jochen Temme (Vorsitzender des Stadtsportbundes Münster) in einem Grußwort an alle appellierte, die „Bedrohungen abzuwehren, mit denen der Bundesstützpunkt Volleyball konfrontiert ist.“

Unser Bild zeigt Karin Reismann mit Geschäftsführer Uwe Peppenhorst (links) und dem stellvertretenden Vorsitzenden Peter Bochnia.

Die im Zuge der Leistungssportreform des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) diskutierte Neustrukturierung der Stützpunkte betrifft bekanntlich auch den „Bundesstützpunkt-Nachwuchs Volleyball (BSP-N) weiblich Münster“, der den im Internat lebenden jungen Assen dieser Sportart eine Zukunft gibt. Die Debatte um den Erhalt des nachweislich überaus erfolgreichen BSP-N wird auf vielen Ebenen geführt und Karin Reismann berichtete, „dass alle Partner an einem Strang ziehen.“ Das für den 2. August angesetzte Treffen des Volleyball-Dachverbandes (DVV) und der DOSB-Verantwortlichen kann und soll final Klärung bringen. Reismann versprach, dass auch dann, wenn der ungünstigsten Fall eintrete, „die Sportart Volleyball weiterhin eine große Rolle im Sportinternat spielen wird.“

Sechs Volleyballerinnen kommen

Alleine sechs Volleyballerinnen sind bereits angemeldet für das Folgeschuljahr, Athleten aus anderen Sportarten (Leichtathletik, Fußball, Boxen) gelten als Kandidaten für die 28 Plätze bietende Einrichtung. Aktuell leben 24 Kids im Trakt des Lettischen Centrums an der Salzmannstraße: Zwölf Volleyballerinnen, vier Fußballer, vier dem Rudersport verschriebene Talente, zwei Basketballer sowie je ein Leichtathlet und Boxsportler. Neun junge Erwachsene werden vor den Sommerferien verabschiedet. Karin Reismann dankte dem Betreuerteam um Internatsleiterin Ruth Funk, das den Betrieb auf diesem Niveau erst gewährleiste. „Das Team ist rund um die Uhr für unsere Jugendlichen da und kümmert sich rührend.“

Positive Bilanzen

Entgegen den seinerzeit geäußerten Befürchtungen stand der Etat für das Internat mehr als stabil, denn laut Geschäftsführer Uwe Peppenhorst erbrachten Zugänge im Bereich Sponsoring sowie Spenden positive Bilanzen. 2016 wurde sogar ein Überschuss von rund 39.000 Euro erwirtschaftet, mit dem die Rücklagen des Vereins auf nunmehr rund 46.000 Euro stiegen. Einnahmen in Höhe von 421.762,76 Euro standen Ausgaben in Höhe von 383.101,96 Euro gegenüber. Für 2017 ist laut dem Geschäftsführer mit Einnahmen in Höhe von 416.200 Euro zu rechnen bei Ausgaben in Höhe von 411.300 Euro.

Die Gespräche mit der Stadt Münster zur Übernahme der Trägerschaft des Sportinternats laufen weiter, sagte Karin Reismann. Peppenhorst, der sein Amt 2020 abgeben wird, hält diesen Schritt für den unbedingt angezeigten: „Anders geht es nicht.“

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