Florian Surmann orientiert sich: BFD und Sport beim Bundesligisten

Florian Surmann (links), Basketballer aus dem Sportinternat

Florian Surmann (18) zieht nach dem Abitur auf dem Pascal-Gymnasium weg aus Münster: Der Ascheberger, seit dem Schuljahr 2012/13 im Sportinternat heimisch, tritt eine Stelle in Frankfurt am Main an. Eine besondere Stelle freilich, denn er wird im Rahmen des „Bundesfreiwilligendienst“ (BFD) ein Jahr beim Basketball-Bundesligisten Fraport Skyliners verbringen.

Ab August ist die „Basketball City Mainhattan“ in der Shopping Mall des Frankfurter Nordwestzentrums sein Einsatzort. Die Skyliners haben dort ihre Geschäftsstelle und eine hoch moderne Trainingshalle zur Förderung ihres Sports in der Region eingerichtet. „Der Club ist ja sehr breit und professionell aufgestellt, dort hat man auch die Nachwuchsförderung im Blick“, weiß Florian.

Den Spieler aus dem Nachwuchs-Bundesligateam SG Young Dragons/UBC Münster, der mit Christoph Schneiders Auswahl noch die anspruchsvolle Klasse halten will, zog es schon einmal fort. In den USA besuchte Florian eine Privatschule in Westover/Maryland. Nach der Phase entschloss er sich, an die Salzmannstraße zu ziehen, um Schulpflicht und Sportausbildung auf hohem Niveau vereinbaren zu können.

Das alles spricht für seine Wissbegierde. „Stadtgrenzen sind keine Hürden für mich“, plante er schon lange, nach dem Abi in den Bereich hineinzuschnuppern, der ihn fasziniert. „Ich finde es reizvoll, die ganze Organisation und die Abläufe bei einem Bundesligisten kennenlernen zu dürfen. Noch dazu in meiner Sportart.“ Der langjährige Vizepräsident des UBC Münster, Uwe Albersmeyer, riet ihm ebenfalls dazu. Florian entdeckte eine Stellenausschreibung im Internet, bewarb sich und reiste nach Frankfurt. Nach einem zweistündigen Gespräch („Das war ein lockeres Kennenlernen.“) war die Abmachung perfekt und der Schritt in die Berufsorientierung abgemacht.

Der bis vor einem Jahr von einer Schambein-Entzündung geplagte Florian benötigte Monate, um wieder das vorherige Niveau zu erreichen. „Und ich dachte mir, dass kann es nicht gewesen sein mit der Karriere.“ In Frankfurt rückt er in den Kader der Pro-B-Zweitligaauswahl und kann auch die Einheiten beim Zweitregionalligateam, das der Kooperationspartner Eintracht Frankfurt führt, mitmachen. Hier oder da wird er schon Fuß fassen. Der Club bietet einen WG-Platz an, die Wohnung kann Florian gemeinsam mit einem anderen Nachwuchssportler nutzen.

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