Ein großer Sprung: Björn Ole Klehn kommt aus Rostock nach Münster

Björn Ole Klehn

Im September wird Björn Ole Klehn (Foto oben) 17 Jahre alt.  Den Geburtstag feiert er dann erstmals in Münster. Der Leichtathlet des 1. LAV Rostock wird Anfang Februar ins Sportinternat ziehen, die NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium besuchen und seine sportliche Karriere im Dress des SC Preußen Münster fortsetzen.

Für den Club, dessen Leichtathleten Elke und Frank Bartschat trainieren, ist Björn Ole ab Mitte Mai startberechtigt – der jetzt angebahnte und abgemachte Wechsel zieht eine dreimonatige Sperre nach sich. „Die Deutschen Hallenmeisterschaften bestreite ich noch für meinen aktuellen Verein“, erklärte uns der 1,87 m große Neuzugang. „Aber ich freue mich ab sofort auf meine Zeit in Münster!“

Absolut überzeugt

Es ist faktisch eine Zäsur, die Björn Ole da vornimmt. Und von dessen Richtigkeit er absolut überzeugt ist. Seine Eltern dito, seine ältere Schwester auch – wissen sie doch am besten, was der Leistungssport dem Sohnemann und Bruder bedeutet. Björn Oles Mutter hat es einst als Basketballerin zum Meistertitel in der früheren DDR gebracht, der Vater ist ein leidenschaftlicher Segelsportler. „Und meine Oma war DDR-Meisterin im Hürdenlauf. Basketball hat sie auch erfolgreich gespielt.“

Der Zehntklässler hat seinen neuen Lebensabschnitt gut vorbereitet. Bei einem Lehrgang des deutschen Verbandes bekam er ersten Kontakt mit der münsterischen Leichtathletikszene. Natürlich kannte er Asse wie Lena Malkus, schließlich ist der Weitsprung die große Passion des Youngsters. „Ich habe dann diese Schnupperwoche in Münster verbracht. Aber ich wusste schon nach zwei Tagen: Das ist es, was ich mir vorstelle.“ Björn Ole wohnte im Internat, fuhr zum Unterricht ins Pascal und zum Training in die Leichtathletikhalle. „Münster gefiel mir sofort, ich habe sogar in der Schule schnell Kontakt bekommen.“

Konzentration auf den Weitsprung

Nun plant er, bis zum Abitur in 2017 in Münster den Weg zu gehen – auf der Schule und im Sport. „Ich wünsche mir, dass ich in meiner Lieblingsdisziplin Weitsprung mein Potenzial ausbauen kann.“ In Rostock, wo er elf Jahre lang für den Empor-Nachfolgeclub 1. LAV erfolgreich startete und mehrfach Landesmeister in der Jugend wurde, pendelte Björn Ole zwischen Sprint, Hürdensprint und Sandgrube. Nun will er sich konzentrieren auf die Disziplin, die ihm am meisten liegt.

Die letzte (Freiluft-)DM in Bochum-Wattenscheid beendete er in der U18-Altersklasse mit der Rostocker Sprintstaffel als Zweiter. Und als Fünfter im Weitsprung, war damit Bester seines Jahrgangs mit 6,86 m. Auch die Sieben-Meter-Marke packte er schon, aber da blies der Wind zu stark für einen Eintrag in den Listen. „Als ich damals mit dem Sport anfing, sagte eine Trainerin aus Spaß, dass ich ja wohl über Sprungfedern verfügen würde“, sagte uns Björn Ole. Bestimmte Voraussetzungen für den großen Sprung sind also schon gegeben.

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