Vom Internat auf die "akademie" des Erstligisten: Daniel Woltering wechselt nach Ulm

Daniel Woltering, Basketballer

Arminia Ochtrup, UBC Münster, ratiopharm Ulm – das ist der Weg von Basketballer Daniel Woltering. Der 2,10-m-Center wird nach dem Abi am Pascal-Gymnasium das Sportinternat, den Universitätsclub und die Stadt verlassen, denn er hat sich für die professionellere Zukunft unter den Körben entschieden.

Nach einem Wochenende im Süden der Republik hat der 17-Jährige, der im Mai volljährig wird, alles klar gemacht und beim Bundesligaclub in Ulm zugesagt. Mit einem Vier-Jahres-Vertrag ausgestattet tritt Daniel an der „ratiopharm akademie“ an, die den Leistungssportunterbau des Erstbundesligisten und Pokalfinalisten bildet. „In Ulm hat alles gut gepasst für mich“, erzählte Daniel von seinem Trip in die Unistadt an der Donau. Anderen Klubs sagte er ab, auch weil Ulm eine enorme Breite an Einsatzmöglichkeiten bietet.

Einsatzchancen in drei Teams

So kann Daniel in der nächsten Saison im NBBL-Team spielen, auch im Regionalligateam und zusätzlich in der Pro-B-Mannschaft des Ulmer Kooperationspartners Weißenhorn Youngstars, die in Neu-Ulm heimisch sind und jetzt gerade ihren Platz in dieser Gruppe der Zweiten Liga gehalten haben. „Die Stadt, das Clubumfeld und die Trainingsmöglichkeiten haben mir gefallen.“ Gemeinsam mit sechs anderen Nachwuchskräften wird er ein Jahr lang im Jugendhaus leben, das eine Betreuerin führt. „Ich bin zwar weit weg von zuhause, aber diesen Schritt muss ich machen, wenn ich mich dem Basketball wirklich widmen möchte.“

2011 kam er zum UBC, für dessen Erste er in der letzten Saison auch ein paar Minuten sammelte. Hauptsächlich wirkte Daniel Woltering für die U19 in der NBBL, dort geht eine Spielgemeinschaft der Artland Dragons aus Quakenbrück und dem UBC an den Start, der personell diesen Kader dominiert und in Christoph Schneider auch den Coach stellt.

Den deutschen Nationaltrainern fiel Woltering bereits Anfang 2012 auf. In der U16 eingesetzt spielte das Talent beim Turnier in der Türkei mit. Im August 2012 zog er auch ins Internat an der Salzmannstraße ein und wechselte aufs Pascal. Im November 2013 schaffte er den Sprung in die deutsche U18-Auswahl, für die er jetzt unter Bundestrainer Alan Ibrahimagic den Lehrgang vor dem renommierten Albert-Schweitzer-Turnier besuchte. Eine Knieblessur zwang ihn aber zur vorzeitigen Abreise aus Heidelberg. „Das ist sehr schade, aber ich bin so gehandicapt, dass es aktuell keinen Sinn macht, mich den Anforderungen zu stellen“, bedauert Daniel.

Schon der zweite Spieler ganz oben

UBC-Coach Philipp Kappenstein, Lehrer am Pascal-Gymnasium, erinnert daran, „dass der Verein nach Stefan Weß jetzt den zweiten Spieler innerhalb eines Jahres ganz nach oben gebracht hat. Darauf können wir stolz sein.“ Er kennt den Zuständigen in Ulm persönlich und vermittelte den Kontakt zu Sportdirektor Arthur Kolodziejski. „Ulm bietet eine Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Teams, die beispielhaft ist.“ Das Potenzial des jungen Centers kennt Kappenstein so gut wie NBBL-Trainer Schneider. „Daniel hat das Vermögen, es packen zu können. Er macht jetzt einen große Schritt, aber darüber ist er sich im Klaren.“

„Talentierte Innenspieler mit so einer Perspektive sind rar. Es liegt an Daniel und seinem Willen, ob er es in die Bundesliga schaffen wird. Ich freue mich sehr, dass wir ihn dabei unterstützen können“, wird Kolodziejski auf der Homepage der Ulmer zitiert.

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