Klares Votum: Trägerverein wird weitere zwei Jahre von Karin Reismann geführt

Vorstand Verein zur Förderung des Leistungssports Münster Mai 2016

Obschon Karin Reismann von dieser ehrenamtlichen Arbeit stark in Anspruch genommen wurde, scheut sie keine neuen Herausforderungen. Weil sie ein starkes Team an ihrer Seite weiß. Der Verein zur Förderung des Leistungssports in Münster, seit 2009 Träger des Sportinternats, wird weitere zwei Jahre von Münsters Bürgermeisterin geführt. Die Vorstandswahlen in den Räumen der LVM-Versicherung brachten aber auch eine Neuerung.

Zum Bild oben: Karin Reismann, Ehrenvorsitzender Günter Schulze Blasum, Uwe Peppenhorst und Peter Bochnia (von links) stehen in der Verantwortung.

Denn der seit April 2014 verantwortlichen Sportenthusiatin steht mit Peter Bochnia (54) ein neuer 2. Vorsitzender zur Seite, der dem nicht mehr kandidierenden Ludger Tovar nachfolgt. Geschäftsführer bleibt Uwe Peppenhorst. Weiterhin im Hintergrund tätig ist der Ehrenvorsitzende Günter Schulze Blasum, Reismanns Vorgänger im Amt. Der in Greven lebende Bochnia, ein Freund des Volleyballsports, ist Vorstandsmitglied Vertrieb der LVM-Versicherungen und Vater dreier sportbegeisterter Kinder.

Maximalbelegung ist das Ziel

Das Engagement und Knowhow des Leitungsteams des Internats um Ruth Funk wurden von allen Seiten erneut hoch gelobt. Münsters Weg zwischen Schullaufbahn und leistungssportlicher Fortbildung sowie gerade die Atmosphäre an der Salzmannstraße sprechen sich herum bei Vereinen, Verbänden und Sportlern. Demnächst werden wieder einige Asse verabschiedet, die es nach dem Abitur zur nächsten Ausbildungsstufe zieht. Ziel des Vereins ist es, mit 26 Internatsbewohnerinnen und -bewohnern die Maximalbelegung zu erreichen. Drei Volleyballerinnen sind als Neuzugänge schon fest. Andere junge Asse aus den Sportarten Basketball, Fußball und Boxen schauen sich vor Ort noch um, ehe die Entscheidung getroffen wird.

Reismann und Peppenhorst berichteten den Vereinsmitgliedern auch über die erheblichen Anstrengungen, den Haushalt gerechnet zu bekommen. Diese Aufgabe sei so „nervenaufreibend wie nie zuvor“ gewesen, wertete Karin Reismann zum letzten Geschäftsjahr. Denn der vor Jahresfrist geplante Etat kam nicht zur Deckung. 342.000 Euro Einnahmen standen 387.000 Euro an Ausgaben gegenüber. 45.000 Euro betrug trotz aller Bemühungen das Minus am Ende. Es wird ausgeglichen aus den weiter schrumpfenden Rücklagen, die mit noch 7.000 Euro beziffert werden.

Der Rat der Stadt Münster habe den dem Internat hilfreichen Beschluss, den Zuschuss auf 126.000 Euro pro Jahr zu erhöhen, gefasst. Eine städtische Trägerschaft des Internats aber wurde abgelehnt. Weiterhin, so Reismann, votiert der Verein ob des finanziellen Wagnisses dafür, dass die Kommune Internatsträgerin wird. Die seit neun Monaten in Münster verantwortliche Stadträtin Claudia Wilkens sprach in ihrem Grußwort davon, „die Zukunft sicherer gestalten zu wollen“ und kündigte Gespräche hierzu an.

Werbetrommel rühren

„Wir haben die Finanzen im Griff“, versprach Karin Reismann. Peppenhorst beschrieb den aktuellen Etat in Höhe von 410.000 Euro als einen „konservativen, der mit garantierten Einnahmen gerechnet ist.“ Schon im ersten Quartal 2016 habe man ein Plus von 29.000 Euro erwirtschaften können. „Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Peppenhorst sagte aber auch unmissverständlich, dass der Verein alleine nicht in der Lage sein wird, den „Turnaround“ in diesem Bereich hinzubekommen. „Wir müssen und werden die Werbetrommel rühren.“ Auch sollen Menschen in dieser Stadt dafür begeistert werden, einem Förderkreis beizutreten.

Beschlossen hat der Verein auch, den Elternbeitrag für Neuzugänge ab dem neuen Schuljahr um 30 Euro auf 560 Euro je Monat zu erhöhen. Nicht betroffen von dieser Regelung sind diejenigen, die bereits auf dem Internat sind.

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