JTFO in Berlin: Drei Teams aus Münster reisen zum großen Treffen

Trainingsdress für die JTFO-Teilnehmer 2016

Alleine die Qualifikation wird vielerorts schon als Erfolg verbucht. Wenn sich ab dem 27. April 2016 in Berlin die 334 besten deutschen Schulmannschaften aus den 16 Bundesländern im Bundeswettbewerb der Schulen namens Jugend trainiert für Olympia (JTFO) messen, sind in drei Mannschaften der NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium auch zwei Basketballer und sechs Volleyballerinnen aus dem Sportinternat dabei.

Insgesamt, so rechnet der Veranstalter für die Neuauflage des traditionsreichen Wettbewerbs hoch, werden 2711 Sport-Talente in den sechs olympischen Sportarten Badminton, Basketball, Gerätturnen, Handball, Tischtennis und Volleyball am Start sein.

Unser Bild zeigt die gemischte Gruppe im neuen Trainingsdress. Die Jacken überreichte mit Martina Oellers (vorne) die stellvertretende Leiterin der Sparkassenfiliale Nordplatz. Die Sparkasse Münsterland Ost unterstützt die Pascal-Teams. Foto: Sparkasse Münsterland Ost

Eine Ehemalige des Internats ist dabei

Trainer Marvin Mallach coachte die Volleyballerinnen in der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 1999 und 2000). An seiner Seite ist Alisha Ossowski dabei, eine Ehemalige des Internats, die nach Beendigung der Volleyball-Bundesligaserie ihren Abschied vom USC Münster angekündigt hat. „Ich freue mich sehr, eine Spielerin aus der Bundesliga als Co-Trainerin dabei zu haben“, sagte uns Mallach, der selbst als Co-Trainer der USC-Ersten fungiert und als Lehrer des Annette-Gymnasiums für ein paar Wochenstunde an das Pascal abgeordnet ist.

In seinem zehnköpfigen Kader, der es in den Gruppenspielen hintereinander weg mit Konkurrenten aus Berlin, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein zu tun bekommt, stehen mit den USC-Spielerinnen Picabo Reinhold, Noa Linn Brach, Liza Kastrup, Stella Dreisewerd, Chenoa Christ und Lilian Engemann sechs Internatsbewohnerinnen. Die siebte Kandidatin, Kim Jana Linke, musste aufgrund einer Verletzung absagen.

„Da wir ohnehin viele Verletzungen hatten, gab es erst spät das erste Trefefn in dieser Konstellation“, so Mallach, der improvisieren muss: „Wir haben keinen gelernten Libero an Bord, sodass wir noch einmal schauen müssen, was hier für uns die beste Lösung ist.“ Natürlich sind die  anderen Mannschaften unbekannte Größen. Das Team dieser NRW-Sportschule hegt sicherlich den Anspruch, das Halbfinale zu erreichen.

Basketballer überraschten

Eine Überraschung war die glatt verlaufene Qualifikation beider Basketballteams. Die Auswahl der Wettkampfklasse II setzte sich unter der sportlichen Leitung von Peer Reckinger (WWU Baskets und JBBL-Headcoach im UBC Münster) durch. Tim Kosel aus dem Internat ist dabei – also jener Youngster, der zuletzt bereits Einsatzzeiten in der Regionalliga-Auswahl WWU Baskets bekam. Reckinger bereitet seinen Kader auf Partien gegen Teams aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und dem Saarland vor. Reckinger wird in Berlin von Pascal-Lehrer Jochen Fennenkötter unterstützt.

In der Auswahl der jüngeren Sportler aus der WK III (Jahrgänge 2001 bis 2003) hat Coach Philipp Kappenstein, der Cheftrainer der WWU Baskets, Flügelspieler Migel Wessel aus dem Sportinternat dabei, der zuletzt regelmäßig in den Partien der Jugend-Basketball-Bundesliga für den UBC auffiel. Diese Korbjäger stellen sich zunächst den Vergleichen mit Mannschaften aus Rheinland-Pfalz, Bremen und Brandenburg.

„Wir waren im NRW-Finale so überlegen, dass wir uns wohl Halbfinalchancen ausrechnen dürfen“, nimmt Kappenstein an, der in WWU-Baskets-Spieler Andrej König einen Co-Trainer an der Seite hat. Vor zwei Jahren war Kappenstein bereits an der Spree zur JTFO-Teilnahme – genau mit jenen Jungs, die jetzt in der älteren Auswahl mitwirken.

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