EM-Qualifikation: Volleyballerinnen mit der deutschen U 19 vor der zweiten Chance

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Das war knapp: Nach einer kämpferisch herausragenden Leistung landete die U-19-Nationalmannschaft der Volleyballerinnen mit Hanna Orthmann und Stella Dreisewerd (USC Münster) aus dem Sportinternat bei der EM-Qualifikation auf Rang zwei hinter Weltmeister Italien, der in Neapel mit 3:1 gegen Deutschland gewann.

Ein Weg zur Europameisterschaft in der Slowakei und Ungarn (27. August bis 4. September) steht dem DVV-Kader noch offen. Platz zwei in der Gruppe reichte zur Teilnahme an der dritten Qualifikationsrunde (7. bis 10. Juli). Beste Punktesammlerinnen war nicht nur gegen Italien die Bundesligaspielerin Hanna Orthmann (22 Zähler), die insgesamt am fleißigsten traf in allen drei Partien (50 Punkte). Deutschland hatte sich gegen Portugal und die Niederlande jeweils sicher 3:0 durchgesetzt.

Lob für das USC-Trio

U-19-Bundestrainer Jan Lindenmair war zwar direkt nach dem letzten Spiel „zunächst traurig“, weil die Chance da war, gegen den klaren Favoriten einen fünften Satz zu erzwingen. Mit etwas Abstand aber lobte der in Berlin für die Yongsters des VC Olympia zuständige Experte: „Ich bin stolz, das war ein super positives Turnier von uns.“ Das Klima im Zwölferkader sei ausgezeichnet gewesen. „Und sportlich gesehen haben wir ohne Frage Entwicklungssprünge gemacht.“

Die im Abi-Stress steckende Hanna Orthmann, Jahrgang 1998, unterstrich ihren großen Wert für die Auswahl und schaffte es, in der Vorbereitung zu pauken und zu trainieren. Lindenmair zollte ihr höchsten Respekt. „Das war sicherlich grenzwertig für sie. Aber Hanna nahm die Situation an. Sie ist ein echter Wettkampftyp und wird einen fanatastischen Weg gehen können in ihrer Karriere.“

Während sich die ehemalige Internatlerin Pia Leweling (Jg. ´98)  – die als Kapitänin mit Ausstrahlung vom Coach gelobt wurde –  intern hochklassiger Konkurrenz auf der Außenposition stellen musste, feierte Stella Dreisewerd, Jahrgang `99, ihr Debüt in einem U-19-Pflichtspiel. Die Mittelblockerin überzeugte Lindenmair zuvor bei einem Lehrgang. „Stella kam in die Gruppe und akklimatisierte sich sofort. Sie redet frei drauflos und hat partout keine Angst.“ Auch sie werde ihren Weg machen, da ist Lindenmair sicher. „Alle drei USC-Spielerinnen haben ungemein großes Potenzial.“

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