Eine Woche zum Kennenlernen: Eine Volleyballerin und ein Boxsport-Talent schauen sich um

Sophia Spielbrink (l.), Luisa Keller

Vielleicht geht Luisa Keller von einem USC zum anderen. Von dem in Braunschweig zu dem in Münster. Die 14 Jahre alte Volleyballerin jedenfalls schaute sich jetzt eine Woche lang im Sportinternat an der Salzmannstraße und in der NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium um. Als eine der ersten Kandidatinnen, die sich traditionell im Frühjahr zum Kennenlernen in der Einrichtung einfinden mit der Überlegung, nach den Sommerferien hier einzuziehen. Ebenfalls zum „Schnuppern“ kam ein ganz junges Talent des Boxsports.

Unser Bild: Auch Sophia Spielbrink (l.) aus dem Betreuerteam spricht mit Luisa Keller über die Möglichkeiten, die das münsterische Netzwerk bieten kann.

Es ist der ehemaligen Internatlerin Friederike Meyer, die im Juni 2015 verabschiedet wurde und nach Hannover ging, zu verdanken, dass Luisa den Weg nach Münster fand. Friederike spielt bei GfL Hannover in der 3. Liga und an den Maschsee zog es die junge Braunschweigerin regelmäßig zur persönlichen Weiterbildung im Training. Irgendwann sprachen die beiden mal über das Internat.

Der Papa ist ein Experte

„In Schwerin war ich auch schon für einen Tag“, kann Luisa nun zwei Einrichtungen vergleichen und hat ein Urteil bereits gefällt: „Hier ist es kleiner und familiärer.“ Die Jugend-Oberligaspielerin, die auch im Braunschweiger Verbandsligateam (2. Damen) eingesetzt wird, wirkt rein sportlich betrachtet als Außen- oder Diagonalspielerin und gehört zum Kader des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbandes (NWVV). Ihr Jugendteam wird von Vater Matthias trainiert – und mithin einem ausgewiesenen Experten. Der hat in den 1980er Jahren für Deutschland gespielt, als er beim damaligen Verein VdS Berlin herausragte. Auch Luisas Schwester hat sich dem Volleyball verschrieben.

In Münster standen wie üblich auch Gespräche mit der Internatsleitung und den Betreuerinnen und Betreuern an, auch Bundesstützpunkttrainer Christian Wolf und Stützpunktchef Wolfgang „Wolle“ Schütz sprachen ausführlich mit Luisa über münsterische Möglichkeiten. Das Gespräch hier vor Ort mit den Eltern stand dann am Ende des Besuchs, der Luisa in der Sache deutlich schlauer gemacht hat. „Jetzt setze ich mich zuhause mit meinen Eltern zusammen und dann grübeln wir gemeinsam“, lächelte sie zum Abschied. Vielleicht sieht man sich ja wieder.

Eduard Schurbin

Ein Box-Talent aus Borken

Noch ein ganz junger Kandidat ist Eduard Schurbin (Foto oben) aus Borken – der Zwölfjährige könnte erst Mitte 2017 aufs Internat kommen. Fahrten nach Münster sind dem Boxsportler aber bereits bestens bekannt, denn er wird von seinen Eltern zum Schiffahrter Damm gebracht. „Drei oder vier Mal in der Woche trainiere ich hier, je nach dem, wie es passt“, erzählte der 41,5 kg leichte Athlet, der aus dem TV Vreden kommt.

Prof. Farid Vatanparast hat Eduard zum Boxzentrum Münster gelost, nachdem er ihm auf einem Wettkampf aufgefallen war. Für Münster steigt das Talente auch bereits in den Ring, wenn es im Mai zu den Deutschen Meisterschaften der Kadetten geht. Was schätzt Eduard genau an seinem Sport? „Ich mag es, alleine im Ring zu stehen und selbst verantwortlich dafür zu sein, ob es klappt oder nicht!“ Als ehemaliger Juniorenfußballer von Westfalia Gemen hat er auch erfahren, wie stark das sportliche Gelingen vom Funktionieren einer Gruppe abhängt.

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